Minimalismus trifft Präzision: Im Interview mit Alexander Klimenko

Was macht eine Website im Jahr 2026 wirklich herausragend? In einer Zeit, in der KI-generierte Layouts und überladene Agentur-Templates den digitalen Raum fluten, setzt der Trierer Designer Alexander Klimenko ein klares Statement. Mit seinem Redesign von klmnko.de hat er nicht nur die Aufmerksamkeit der Community gewonnen, sondern auch den begehrten Titel „Website des Monats“ abgeräumt.

Was macht eine Website im Jahr 2026 wirklich herausragend? In einer Zeit, in der KI-generierte Layouts und überladene Agentur-Templates den digitalen Raum fluten, setzt der Trierer Designer Alexander Klimenko ein klares Statement. Mit seinem Redesign von klmnko.de hat er nicht nur die Aufmerksamkeit der Community gewonnen, sondern auch den begehrten Titel „Website des Monats“ abgeräumt.

Wir haben mit Alexander über seinen Sieg, den bewussten Verzicht auf Standard-Looks und die Zukunft des „Human Designs“ gesprochen. In diesem Interview gewährt er uns spannende Einblicke in seinen Workflow mit Elementor und verrät, warum Perfektionisten seine wichtigste Zielgruppe sind.

  1. Der erste Platz: Erstmal Gratulation zum Sieg „Website des Monats“! Was war dein erster Gedanke, als du davon erfahren hast, und welchen Stellenwert hat so eine Auszeichnung für dich persönlich?

Vielen Dank, ich habe mich sehr über die Auszeichnung gefreut. Mein erster Gedanke war tatsächlich, wie viele andere Projekte wohl eingereicht wurden und in welchem Umfeld diese Wahl stattgefunden hat. Gerade weil ich schon lange mit Elementor arbeite, hat diese Anerkennung für mich einen besonderen Stellenwert. Sie ist für mich eine schöne Bestätigung meiner bisherigen Arbeit und ein Zeichen dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

  1. Die Vision hinter klmnko.de: Deine Website wirkt sehr aufgeräumt und fokussiert. Was war die Kern-Idee beim Redesign? Wolltest du bewusst weg vom „Standard-Agentur-Look“?

Genau das war der Punkt: Ich wollte bewusst weg vom Standard. Ich habe lange überlegt, wie ich Inhalt und Design sinnvoll gewichten kann. Mir ist natürlich klar, wie wichtig Texte auch im Hinblick auf SEO sind. Es macht beispielsweise einen deutlichen Unterschied, ob in einer H2 eine ganze Phrase steht oder nur ein prägnantes Keyword. Das Designkonzept hat eher für einen reduzierten Ansatz mit großen Headings und starker Bildsprache gesprochen. Am Ende habe ich mich für Minimalismus und eine klare Nutzerführung entschieden. Gerade als Webdesigner ist mir wichtig, dass meine eigene Website auch meine Handschrift und meinen Anspruch gut widerspiegelt – auch wenn es zu Lasten der Sichtbarkeit ist. 

  1. User Experience (UX): Wenn man deine Seite besucht, merkt man, dass jedes Detail sitzt. Welches Element auf deiner Website hat dich bei der Umsetzung die meiste Zeit (oder die meisten Nerven) gekostet?

Die Webanimationen und das interaktive Design haben im gesamten Projekt wahrscheinlich am meisten Zeit und Energie gekostet. Es war nicht einfach, interaktive Designelemente so umzusetzen, dass die Performance darunter nicht leidet. Ich denke am Ende ist es mir aber gelungen, eine gute Balance zwischen Gestaltung und technischer Effizienz zu finden.

  1. Tools & Tech-Stack: Als Profi aus Trier hast du sicher deine Favoriten. Auf welche Tools oder Workflows schwörst du aktuell, um Projekte auf dieses visuelle Level zu heben?

Für das grundlegende Arrangement der Inhalte ist Elementor für mich das ideale Werkzeug. Ich arbeite ungern mit Figma und ähnlichen Programmen, weil ich Gestaltungsschritte ungern doppelt anlege. In Elementor habe ich nahezu die gleichen gestalterischen Möglichkeiten und kann direkt im finalen Umfeld arbeiten. Für interaktive Elemente setze ich besonders gerne auf GSAP. Außerdem finde ich es sehr hilfreich, gelungene Designelemente als Templates zu speichern, weil sich Inhalte so deutlich effizienter und konsistenter wiederverwenden lassen. Inspiration hole ich mir dabei gerne auf Plattformen wie Behance und Awwwards.

  1. Zielgruppen-Fokus: Deine Seite spricht eine sehr klare Sprache. Wie wichtig ist es deiner Meinung nach im Jahr 2026, sich als Designer spitz zu positionieren, anstatt „alles für jeden“ anzubieten?

Für mich kann es sehr sinnvoll sein, sich auf eine Nische zu konzentrieren, weil sich die Bedürfnisse und Ziele innerhalb einer Zielgruppe oft stark ähneln. So kann man gezielter an Lösungen arbeiten und diese mit der Zeit immer weiter optimieren. Dadurch entwickelt man ein tieferes Verständnis für die Zielgruppe, kann sich klarer positionieren und auch die Akquise effizienter gestalten. Gleichzeitig glaube ich aber, dass gutes Webdesign branchenübergreifend funktioniert. Die eigentliche Nische ist für mich daher nicht nur eine bestimmte Branche wie Arztpraxis oder Rechtsanwaltskanzlei, sondern vor allem der Kundentyp: Perfektionisten, die Wert auf einen hochwertigen und performanten Webauftritt legen.

  1. Das Partnerprogramm: Du hast dich frisch für unser Partnerprogramm angemeldet. Was hat dich überzeugt, diesen Schritt zu gehen, und welche Erwartungen hast du an die Zusammenarbeit?

Ja, das stimmt. Ich arbeite derzeit an einem Projekt, das es Kundinnen und Kunden ermöglichen soll, Websites einfach und effizient zu erstellen. Dadurch werden viele Elementor-Nutzer entstehen und vor diesem Hintergrund war es für mich ein naheliegender Schritt, mich auch als Partner zu registrieren. Dabei geht es mir vor allem um einen produktiven Austausch und darum, den ein oder anderen neuen Impuls mitzunehmen.

  1. Kundenbindung: Eine schöne Website ist das eine, aber wie schaffst du es, dass aus einem Website-Besucher ein langfristiger Partner wird? Gibt es ein „Klimenko-Geheimrezept“?

Für mich sind Retainer wichtiger als ein einmaliges Design. Der Webauftritt ist die Basis für alle Aktivitäten im Web und damit oft der Ausgangspunkt für alles, was danach kommt. Da ich auch auf SEO, GEO und Digital Ads spezialisiert bin, ergeben sich daraus häufig weitere sinnvolle Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit. Wenn Kundinnen und Kunden mit der Website zufrieden sind, ist eine langfristige Zusammenarbeit oft nur eine Frage der Geschicktheit.

  1. Trends 2026: Wir sehen gerade viel Bewegung im Bereich KI-gestütztes Design und immersive Erlebnisse. Was ist für dich der Trend, den man dieses Jahr absolut nicht verschlafen darf?

Heutzutage kann mithilfe von KI fast jeder relativ schnell eine Website erstellen. Gerade deshalb sehe ich im Designbereich einen klaren Trend dahin, bewusster aus diesem Raster herauszufallen. Was wieder stärker in den Vordergrund rückt, ist für mich also Persönlichkeit, individuelle Handschrift und auch bewusst kleine Unperfektheiten. Ich nenne es mal „Human Design“. Bei allem, was sich eher im Hintergrund einer Website abspielt, sehe ich KI als unverzichtbares Werkzeug, vor allem wenn es um Automatisierungen, Effizienz, Prozessoptimierung sowie die Beratung bei Content und Performance geht.

  1. Learning by Doing: Wenn du auf deine Anfänge zurückblickst – was ist der wichtigste Rat, den du deinem „Früheren Ich“ geben würdest, um schneller solche Erfolge zu feiern?

Ich glaube, dass alles, was man tut, seinen Sinn hat, auch wenn er sich nicht immer sofort erkennen lässt. Oft zeigt sich erst mit der Zeit, warum bestimmte Erfahrungen wichtig waren. Entscheidend ist aus meiner Sicht, aus der Komfortzone herauszukommen, sich kontinuierlich weiterzubilden und offen dafür zu sein, neue Dinge auszuprobieren.

  1. Zukunftsblick: Website des Monats ist abgehakt – was ist das nächste große Ziel auf deiner Roadmap für dieses Jahr?

Webdesign macht mir nach wie vor viel Spaß, ist aber natürlich auch mein Beruf und mit viel Arbeit, Struktur und Effizienz verbunden. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, mich noch stärker von der klassischen „Zeit gegen Geld“-Logik zu lösen, um mehr Raum für den kreativen und besonders erfüllenden Teil des Gestaltens zu haben. Ich hoffe, dass auf diese Weise noch viele weitere besondere Projekte und vielleicht auch weitere Websites des Monats entstehen.

Fazit: Design mit Persönlichkeit gewinnt

Das Gespräch mit Alexander Klimenko verdeutlicht: Technisches Handwerk ist die Basis, aber der Mut zur Reduktion und eine klare Zielgruppen-Definition sind die Zutaten für echten Erfolg. Wer sich im Jahr 2026 von der Masse abheben will, muss laut Alexander bereit sein, die eigene Komfortzone zu verlassen und dem digitalen Raum wieder eine menschliche Note zu verleihen.

Wir sind gespannt, welche Projekte Alexander als Nächstes umsetzt und freuen uns, ihn als Experten in unserem Partnerprogramm an Bord zu haben!

Wie gefällt euch der minimalistische Ansatz von Alexander? Schreibt es uns in die Kommentare!

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